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Gerne empfehlen wir Ihnen hier auch den folgenden Artikel von www.physio-verband.de,  den wir mit freundlicher Genehmigung hier veröffentlichen:

20.09.2010 | Massagen als mögliche Therapie bei Autoimmun- und Entzündungserkrankungen

Physiotherapeuten leisten einen wichtigen Beitrag in der Behandlung von Autoimmun- und Entzündungskrankheiten. Denn laut einer US-amerikanischen Studie stärkt bereits eine Massage das Immunsystem und verringert den Anteil des Stresshormons Cortisol im Blut.

Eine wissenschaftliche Studie aus den USA zeigt Massagen als möglich zukunftsweisende Therapie bei Autoimmun- und Entzündungserkrankungen auf. Bereits nach einer 45minütigen Massage stellten die Forscher eine erhöhte Menge an Lymphozyten fest. Diese zu den weißen Blutkörperchen zählenden Immunzellen schützen den Körper vor Viren, Bakterien oder Giftstoffen und helfen so der körpereigenen Abwehr. Weitere positive Effekte: Der Anteil des Stresshormon Cortisol sank im Laufe der Massage, ebenso die Menge des Hormons Arginin-Vasopressin, das mit aggressivem Verhalten in Verbindung gesetzt wird.

Um die Blutwerte kontinuierlich vor, während und nach der Massage zu prüfen, hatten die Forscher den Probanden vor Beginn der Massage einen intravenösen Katheder gelegt. Die Teilnehmer der Studie waren im Alter von 18 und 45 Jahre alt und sowohl körperlich als auch geistig gesund. Massiert wurden 29 Personen. In der Kontrollgruppe waren 24 Personen. Sie wurden nur leicht am Körper berührt, bekamen jedoch keine Massage.[1]

Chancen für Patienten und Physiotherapeuten

„Die positive Wirkung von Massagen ist uns nicht neu. Dennoch: die wissenschaftliche Studie eröffnet spannende Perspektiven, denn sie schafft wissenschaftliche Evidenz und zeigt gleichzeitig einen neuen Behandlungsfokus auf“, kommentiert Michael N. Preibsch, Vorstandsvorsitzender des ZVK-Baden-Württemberg, die Studie. „Bislang werden Massagen vor allem bei Muskel- und Gelenkserkrankungen eingesetzt. Dass sie auch in der Behandlung von Autoimmun- und Entzündungserkrankungen eine wichtige Rolle spielen, ist neu und vor allem für betroffene Patienten eine vielversprechende Chance. Wenn Sie entsprechende Therapiemaßnahmen anbieten wollen, lohnt es sich, auf Internisten oder Endokrinologen zuzugehen. Selbstverständlich sollten Sie auch mit betroffenen Patienten über die womöglich neue Behandlungsergänzung sprechen.“

Auch Physiotherapeuten, die sich im Zweiten Gesundheitsmarkt etablieren und beispielsweise Massagen als Selbstzahlerleistungen anbieten wollen, profitieren von der Studie. Michael N. Preibsch. „Wir haben jetzt handfeste Belege für die Wirksamkeit von Massagen. Für manche Patienten spielt das vielleicht keine so große Rolle, weil sie bereits selber sehr gute Erfahrungen mit Massagen gemacht haben – auch ohne wissenschaftlichen Beweis. Für andere aber ist es vielleicht ein wichtiges Entscheidungskriterium.“


[1]
Studie: Vgl. www.wissenschaft.de
Mark Rapaport (Cedars-Sinai Medical Center, Los Angeles) et al.: Journal of Alternative and Complementary Medicine, Online-Vorabveröffentlichung, doi:10.1089/acm.2009.0634
dapd/wissenschaft.de - Gwydion Brennan



 
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